Heimkehr


Wenn goldne Ruh der Abend odmet

Wald und dunkle Wiese davor

Ein Schauendes ist der Mensch,

Ein Hirt, wohnend in der Herden dämmernder Stille,

Der Geduld der roten Buchen;

So klar da es Herbst geworden. Am Hügel

Lauscht der Einsame dem Flug der Vögel,

Dunkler Bedeutung und die Schatten der Toten

Haben sich ernster um ihn versammelt<;>

Mit Schauern erfüllt ihn kühler Resedenduft<,>

Die Hütten der Dörfler der Hollunder,

Wo vor Zeiten das Kind gewohnt.

 

Erinnerung, begrabene Hoffnung

Bewahrt dies braune Gebälk,

Darüber Georginen hangen,

Daß darnach er die Hände ringe<,>

Im braunen Gärtchen den schimmernden Schritt

Verboten Lieben, dunkles Jahr,

Daß von blauen Lidern die Tränen stürzten

Dem Fremdling unaufhaltsam.

 

Von braunen Wipfeln tropft der Tau,

Da jener ein blaues Wild am Hügel erwacht,

Lauschend den lauten Rufen der Fischer

Am Abendweiher

Dem ungestalten Schrei der Fledermäuse;

Aber in goldener Stille

Wohnt das trunkene Herz

Seines erhabenen Todes voll.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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