Nimm blauer Abend


Nimm blauer Abend eines Schläfe, leise ein Schlummerndes

Unter herbstlichen Bäumen, unter goldener Wolke.

Anschaut der Wald; als wohnte der Knabe ein blaues Wild

In der kristallnen Woge des kühlen Quells

So leise schlägt sein Herz in hyazinthener Dämmerung,

Trauert der Schatten der Schwester, ihr purpurnes Haar;

Dieses flackert im Nachtwind. Versunkene Pfade

Nachtwandelt jener und es träumt sein roter Mund

Unter verwesenden Bäumen; schweigend umfängt

Des Weihers Kühle den Schläfer, gleitet

Der verfallene Mond über seine schwärzlichen Augen.

Sterne versinkend im braunen Eichengeäst.


 © textlog.de 2004 • 17.12.2017 18:30:37 •
Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright