Wind, weiße Stimme


2. Fassung

 

Wind, weiße Stimme, die an des Trunknen Schläfe flüstert;

Verwester Pfad. Lange Abendglocken versanken im Schlamme des Teichs

Und darüber neigen sich die gelben Blumen des Herbstes, flackern mit irren Gesichtern

Die Fledermäuse.

 

Heimat! Abendrosiges Gebirg! Ruh! Reinheit!

Der Schrei des Geiers! Einsam dunkelt der Himmel,

Sinkt gewaltig das weiße Haupt am Waldsaum hin.

Steigt aus finsteren Schluchten die Nacht.

 

Erwachend umflattern den Schläfer kindliche Sonnenblumen.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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