Der Tau des Frühlings


Der Tau des Frühlings der von dunklen Zweigen

Herniederfällt, es kommt die Nacht

Mit Sternenstrahlen, da des Lichtes du vergessen.

 

Unter dem Dornenbogen lagst <du> und es grub der Stachel

Sich tief in den kristallenen Leib

Daß feuriger sich die Seele der Nacht vermähle.

 

Es hat mit Sternen sich die Braut geziert,

Die reine Myrthe

Die sich über des Toten anbetendes Antlitz neigt.

 

Blühender Schauer voll

Umfängt dich endlich der blaue Mantel der Herrin.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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