Die blaue Nacht ist sanft


Die blaue Nacht ist sanft auf unsren Stirnen aufgegangen.

Leise berühren sich unsre verwesten Hände

Süße Braut!

 

Bleich ward unser Antlitz, mondene Perlen

Verschmolzen in grünem Weihergrund.

Versteinerte schauen wir unsre Sterne.

 

O Schmerzliches! Schuldige wandeln im Garten

In wilder Umarmung die Schatten,

Daß in gewaltigem Zorn Baum und Tier über sie sank.

 

Sanfte Harmonien, da wir in kristallnen Wogen

Fahren durch die stille Nacht

Ein rosiger Engel aus den Gräbern der Liebenden tritt.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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