Immer dunkler


Der Wind, der purpurne Wipfel bewegt,

Ist Gottes Odem, der kommt und geht.

Das schwarze Dorf vorm Wald aufsteht;

Drei Schatten sind über den Acker gelegt.

 

Kärglich dämmert unten und still

Den Bescheidenen das Tal.

Grüßt ein Ernstes in Garten und Saal,

Das den Tag beenden will,

 

Fromm und dunkel ein Orgelklang.

Marie thront dort im blauen Gewand

Und wiegt ihr Kindlein in der Hand.

Die Nacht ist sternenklar und lang.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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