Jahreszeit


Rubingeäder kroch ins Laub.

Dann war der Weiher still und weit.

Am Waldsaum lagen bunt verstreut

Bläulich Gefleck und brauner Staub.

 

Ein Fischer zog sein Netze ein.

Dann kam die Dämmrung übers Feld.

Doch schien ein Hof noch fahl erhellt

Und Mägde brachten Obst und Wein.

 

Ein Hirtenlied starb ferne nach.

Dann standen Hütten kahl und fremd.

Der Wald im grauen Totenhemd

Rief traurige Erinnerung wach.

 

Und über Nacht ward leis' die Zeit

Und wie in schwarzen Löchern flog

Im Wald ein Rabenheer und zog

Nach der Stadt sehr fernem Geläut.



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Seite zuletzt aktualisiert: 10.07.2005