Das dunkle Tal


In Föhren zerflattert ein Krähenzug

Und grüne Abendnebel steigen

Und wie im Traum ein Klang von Geigen

Und Mägde laufen zum Tanz in Krug.

 

Man hört Betrunkener Lachen und Schrei,

Ein Schauer geht durch alte Eiben.

An leichenfahlen Fensterscheiben

Huschen die Schatten der Tänzer vorbei.

 

Es riecht nach Wein und Thymian

Und durch den Wald hallt einsam Rufen.

Das Bettelvolk lauscht auf den Stufen

Und hebt sinnlos zu beten an.

 

Ein Wild verblutet im Haselgesträuch.

Dumpf schwanken riesige Baumarkaden,

Von eisigen Wolken überladen.

Liebende ruhn umschlungen am Teich.


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Seite zuletzt aktualisiert: 10.07.2005 
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