Zigeuner


Die Sehnsucht glüht in ihrem nächtigen Blick

Nach jener Heimat, die sie niemals finden.

So treibt sie ein unseliges Geschick,

Das nur Melancholie mag ganz ergründen.

 

Die Wolken wandeln ihren Wegen vor,

Ein Vogelzug mag manchmal sie geleiten,

Bis er am Abend ihre Spur verlor,

Und manchmal trägt der Wind ein Aveläuten

 

In ihres Lagers Sterneneinsamkeit,

Daß sehnsuchtsvoller ihre Lieder schwellen

Und schluchzen von ererbtem Fluch und Leid,

Das keiner Hoffnung Sterne sanft erhellen.


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Seite zuletzt aktualisiert: 09.07.2005 
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