Ermatten


Verwesung traumgeschaffner Paradiese

Umweht dies trauervolle, müde Herz,

Das Ekel nur sich trank aus aller Süße, 

Und das verblutet in gemeinem Schmerz.

 

Nun schlägt es nach dem Takt verklungner Tänze

Zu der Verzweiflung trüben Melodien,

Indes der alten Hoffnung Sternenkränze

An längst entgöttertem Altar verblühn.

 

Vom Rausch der Wohlgerüche und der Weine

Blieb dir ein überwach Gefühl der Scham -

Das Gestern in verzerrtem Widerscheine -

Und dich zermalmt des Alltags grauer Gram.



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Seite zuletzt aktualisiert: 09.07.2005