Regen und Regenbogen


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Auf schweres Gewitter und Regenguß

Blickt' ein Philister, zum Beschloß,

Ins weiterziehende Grause nach,

Und so zu seinesgleichen sprach:

"Der Donner hat uns sehr erschreckt,

Der Blitz die Scheunen angesteckt,

Und das war unsrer Sünden Teil!

Dagegen hat zu frischem Heil

Der Regen fruchtbar uns erquickt

Und für den nächsten Herbst beglückt.

Was kommt nun aber der Regenbogen

An grauer Wand herangezogen?

Der mag wohl zu entbehren sein,

Der bunte Trug! der leere Schein!"

 

Frau Iris aber dagegen sprach:

"Erkühnst du dich zu meiner Schmach?

Doch bin ich hier ins All gestellt

Als Zeugnis einer bessern Welt,

Für Augen, die vom Erdenlauf

Getrost sich wenden zum Himmel auf

Und in der Dünste trübem Netz

Erkennen Gott und sein Gesetz.

Drum wühle du, ein andres Schwein,

Nur immer den Rüssel in den Boden hinein,

Und gönne dem verklärten Blick

An meiner Herrlichkeit sein Glück."


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Seite zuletzt aktualisiert: 27.06.2005 
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