An die Günstigen


Dichter lieben nicht zu schweigen,

Wollen sich der Menge zeigen;

Lob und Tadel muß ja sein!

Niemand beichtet gern in Prosa;

Doch vertraun wir oft sub Rosa

In der Musen stillem Hain.

 

Was ich irrte, was ich strebte,

Was ich litt und was ich lebte,

Sind hier Blumen nur im Strauß;

Und das Alter wie die Jugend,

Und der Fehler wie die Tugend

Nimmt sich gut in Liedern aus.


 © textlog.de 2004 • 17.10.2017 02:25:39 •
Seite zuletzt aktualisiert: 24.06.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright