Schenke


Nennen dich den großen Dichter,

Wenn dich auf dem Markte zeigest;

Gerne hör ich, wenn du singest,

Und ich horche, wenn du schweigest.

 

Doch ich liebe dich noch lieber,

Wenn du küssest zum Erinnern;

Denn die Worte gehn vorüber,

Und der Kuß, der bleibt im Innern.

 

Reim auf Reim will was bedeuten;

Besser ist es, viel zu denken.

Singe du den andern Leuten

Und verstumme mit dem Schenken.


 © textlog.de 2004 • 17.10.2017 11:35:33 •
Seite zuletzt aktualisiert: 22.06.2005 
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