Nachklang


Es klingt so prächtig, wenn der Dichter

Der Sonne bald, dem Kaiser sich vergleicht;

Doch er verbirgt die traurigen Gesichter,

Wenn er in düstern Nächten schleicht.

 

Von Wolken streifenhaft befangen,

Versank zu Nacht des Himmels reinstes Blau;

Vermagert bleich sind meine Wangen

Und meine Herzenstränen grau.

 

Laß mich nicht so der Nacht, dem Schmerze,

Du Allerliebstes, du mein Mondgesicht!

Oh, du mein Phosphor, meine Kerze,

Du meine Sonne, du mein Licht!


 © textlog.de 2004 • 18.10.2017 09:35:53 •
Seite zuletzt aktualisiert: 22.06.2005 
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