Wo hast du das genommen...


"Wo hast du das genommen?

Wie konnt es zu dir kommen?

Wie aus dem Lebensplunder

Erwarbst du diesen Zunder,

Der Funken letzte Gluten

Von frischem zu ermuten?"

 

Euch mög' es nicht bedünkeln,

Es sei gemeines Fünkeln;

Auf ungemeßner Ferne,

Im Ozean der Sterne,

Mich hatt ich nicht verloren,

Ich war wie neu geboren.

 

Von weißer Schafe Wogen

Die Hügel überzogen,

Umsorgt von ernsten Hirten,

Die gern und schmal bewirten,

So ruhig - liebe Leute,

Daß jeder mich erfreute.

 

In schauerlichen Nächten,

Bedrohet von Gefechten;

Das Stöhnen der Kamele

Durchdrang das Ohr, die Seele,

Und derer, die sie führen,

Einbildung und Stolzieren.

 

Und immer ging es weiter,

Und immer ward es breiter,

Und unser ganzes Ziehen,

Es schien ein ewig Fliehen,

Blau, hinter Wüst und Heere,

Der Streif erlogner Meere.


 © textlog.de 2004 • 19.10.2017 07:29:25 •
Seite zuletzt aktualisiert: 22.06.2005 
Abuse Trap
  Home  Impressum  Copyright