Wenn aus dem Himmel...


Wenn aus dem Himmel hellere Wonne sich

   Herabgießt, eine Freude den Menschen kommt,

      Daß sie sich wundern über manches

         Sichtbares, Höheres, Angenehmes:

 

Wie tönet lieblich heilger Gesang dazu!

   Wie lacht das Herz in Liedern die Wahrheit an,

      Daß Freudigkeit an einem Bildnis -

         Über dem Stege beginnen Schafe

 

Den Zug, der fast in dämmernde Wälder geht.

   Die Wiesen aber, welche mit lautrem Grün

      Bedeckt sind, sind wie jene Heide,

         Welche gewöhnlicher Weise nah ist

 

Dem dunkeln Walde. Da, auf den Wiesen auch

   Verweilen diese Schafe. Die Gipfel, die

      Umher sind, nackte Höhen sind mit

         Eichen bedecket und seltnen Tannen.

 

Da, wo des Stromes regsame Wellen sind,

   Daß einer, der vorüber des Weges kommt,

      Froh hinschaut, da erhebt der Berge

         Sanfte Gestalt und der Weinberg hoch sich.

 

Zwar gehn die Treppen unter den Reben hoch

   Herunter, wo der Obstbaum blühend darüber steht

      Und Duft an wilden Hecken weilet,

         Wo die verborgenen Veilchen sprossen;

 

Gewässer aber rieseln herab, und sanft

   Ist hörbar dort ein Rauschen den ganzen Tag;

      Die Orte aber in der Gegend

         Ruhen und schweigen den Nachmittag durch.


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Seite zuletzt aktualisiert: 12.06.2005 
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