Gebet


Nacht, stille Nacht, in die verwoben sind

ganz weiße Dinge, rote, bunte Dinge,

verstreute Farben, die erhoben sind

zu Einem Dunkel Einer Stille, - bringe

doch mich auch in Beziehung zu dem Vielen,

das du erwirbst und überredest. Spielen

denn meine Sinne noch zu sehr mit Licht?

Würde sich denn mein Angesicht

noch immer störend von den Gegenständen

abheben? Urteile nach meinen Händen:

Liegen sie nicht wie Werkzeug da und Ding?

Ist nicht der Ring selbst schlicht

an meiner Hand, und liegt das Licht

nicht ganz so, voll Vertrauen, über ihnen, -

als ob sie Wege wären, die, beschienen,

nicht anders sich verzweigen, als im Dunkel?...


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Seite zuletzt aktualisiert: 10.06.2005 
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