Die Aschanti


(Jardin d'Acclimatation)

 

Keine Vision von fremden Ländern,

kein Gefühl von braunen Frauen, die

tanzen aus den fallenden Gewändern.

 

Keine wilde fremde Melodie.

Keine Lieder, die vom Blute stammten,

und kein Blut, das aus den Tiefen schrie.

 

Keine braunen Mädchen, die sich samten

breiteten in Tropenmüdigkeit;

keine Augen, die wie Waffen flammten,

 

und die Munde zum Gelächter breit.

Und ein wunderliches Sich-verstehen

mit der hellen Menschen Eitelkeit.

 

Und mir war so bange hinzusehen.

 

O wie sind die Tiere so viel treuer,

die in Gittern auf und niedergehn,

ohne Eintracht mit dem Treiben neuer

fremder Dinge, die sie nicht verstehn;

und sie brennen wie ein stilles Feuer

leise aus und sinken in sich ein,

teilnahmslos dem neuen Abenteuer

und mit ihrem großen Blut allein.



Quelle: www.textlog.de

 © textlog.de 2004 •
Seite zuletzt aktualisiert: 10.06.2005