Geburt


Gebirge: Schwärze, Schweigen und Schnee.

Rot vom Wald niedersteigt die Jagd;

O, die moosigen Blicke des Wilds.

 

Stille der Mutter; unter schwarzen Tannen

Öffnen sich die schlafenden Hände,

Wenn verfallen der kalte Mond erscheint.

 

O, die Geburt des Menschen. Nächtlich rauscht

Blaues Wasser im Felsengrund;

Seufzend erblickt sein Bild der gefallene Engel,

 

Erwacht ein Bleiches in dumpfer Stube.

Zwei Monde

Erglänzen die Augen der steinernen Greisin.

 

Weh, der Gebärenden Schrei. Mit schwarzem Flügel

Rührt die Knabenschläfe die Nacht,

Schnee, der leise aus purpurner Wolke sinkt.


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Seite zuletzt aktualisiert: 09.06.2005 
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