Korfs Verzauberung


Korf erfährt von einer fernen Base,

einer Zauberin,

die aus Kräuterschaum Planeten blase,

und er eilt dahin,

eilt dahin gen Odelidelase,

zu der Zauberin...

 

findet wandelnd sie auf ihrer Wiese,

fragt sie, ob sie sei,

die aus Kräuterschaum Planeten bliese,

ob sie sei die Fei,

sei die Fei von Odeladelise?

Ja, sie sei die Fei!

 

Und sie reicht ihm willig Krug und Ähre,

und er bläst den Schaum,

und sie da, die wunderschönste Sphäre

wölbt sich in den Raum,

wölbt sich auf, als ob's ein Weltball wäre,

nicht nur Schaum und Traum.

 

Und die Kugel löst sich los vom Halme,

schwebt gelind empor,

dreht sich um und mischt dem Sphärenpsalme,

mischt dem Sphärenchor

Töne, wie aus ferner Hirtenschalme

dringen sanft hervor.

 

In dem Spiegel aber ihrer Runde

schaut v. Korf beglückt,

was ihm je in jeder guten Stunde

durch den Sinn gerückt:

Seine Welt erblickt mit offnem Munde

Korf entzückt.

 

Und er nennt die Base seine Muse,

und sieh da! sieh dort!

Es erfaßt ihn was an seiner Bluse

und entführt ihn fort,

führt ihn fort aus Odeladeluse

nach dem neuen Ort...

 


 © textlog.de 2004 • 11.12.2017 14:59:52 •
Seite zuletzt aktualisiert: 08.06.2005 
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