Galenische Schlußfigur

Galenische Schlußfigur heißt die vierte und letzte, wie man nach einem Zeugnis des Averröes annimmt, von dem Arzt Galenus (131-200) ausgeschiedene Figur des kategorischen Schlusses, welche nur die Konversion der ersten ist. Ihre Form ist: P ist M, M ist S; folglich: S ist P. Sie hat fünf Modi: Bamalip, Calemes, Dimatis, Fesapo und Fresison (s.d.). Nur unter folgenden Bedingungen ergeben sich gültige Schlüsse: 1. Mit einem bejahenden Obersatz muß ein allgemeiner Untersatz verbunden sein; 2. bei einer verneinenden Prämisse muß der Obersatz allgemein sein; 3. wenn eine Prämisse partikulär oder der Untersatz bejahend ist, wird der Schlußsatz partikulär. Die Schlußweise dieser ganzen Figur ist unnatürlich. Sie liefert nur halbe Wahrheit. Vgl. Schluß.


 © textlog.de 2004 • 24.04.2017 19:00:55 •
Seite zuletzt aktualisiert: 14.11.2004 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Y  Z