Margarine

Margarine: nach MÈGE-MOURIS's (1869) Verfahren wurden die nach der perlförmigen (Margarita = Perle) Erstarrung sogenannten schwer schmelzbaren Bestandteile des Rindertalges (Stearin und Palmitin) von der flüssig bleibenden Oleomargarine abgepreßt und dieses mit ¼ Milch zu Kunstbutter gemischt. Jetzt wird neben gehärteten Fetten und Tränen gew. Palmin (Kokosfett) genommen, dem zur Flüssig-Gleitendmachung Pflanzenöle beigegeben werden. Dieses Fett wird dann gekirnt, d. h. mit frischer Milch und Butterfarbe gemischt. An Vitaminen dürften wahrscheinlich nur noch die der beigefügten Milch vorhanden sein. Gegen Verfälschung der Butter durch Margarine fordert das Reichsgesetz von 15. 6. 1897 den Zusatz von Sesamöl, das mit Furfuröl und Salzsäure Rotfärbung zeigt.


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Seite zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 
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