LISTER Methode

LISTERsche Methode LISTER englischer Chirurg 1827 — 1911, antiseptische Wundbehandlung. Von der Beobachtung ausgehend, daß Knochenbrüche ohne Hautverletzung gut heilten, solche mit Hautverletzung fast immer zu schwerem Wundfieber führten, vermutete LISTER die Ursache in organischen Keimen der Luft und verband und operierte unter Karbolspray, zerstäubter Karbolflüssigkeit. Später erkannte man, daß die Infektion wesentlich von Fingern und ärztlichen Werkzeugen ausging und suchte diese durch antiseptische Mittel Karbolsäure, Sublimatlösung usw. zu desinfizieren und die Wunden damit auszuspülen und mit antiseptischem Mull zu bedecken. Schließlich zeigte sich, daß es nicht nötig ist, die meist giftigen und die Gewebe des Körpers schädigenden antiseptischen Mittel zu verwenden, wenn man die Werkzeuge, Verbandstoffe usw. durch Hitze keimfrei gemacht und so aufbewahrt hat und die Hände und Finger sowie das Wundgebiet durch Seifen und Spiritus möglichst keimfrei hält oder die vorhandenen Keime durch Jodtinktur, oder e. Lack festlegt. Wegen der Unvollkommenheit dieses Verfahrens vermeidet man die Berührung mit den Fingern, vgl. unbefingert, apodaktyl. Listern antiseptisch behandeln.


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