Untreue der Weisheit


O Kind, dem an des pontischen Wilds Haut,

Des felsenliebenden, am meisten das Gemüt

Hängt, allen Städten geselle dich,

Das Gegenwärtige lobend

Gutwillig,

Und anderes denk in anderer Zeit.

 

Fähigkeit der einsamen Schule für die Welt. Das Unschuldige des reinen Wissens als die Seele der Klugheit. Denn Klugheit ist die Kunst, unter verschiedenen Umständen getreu zu bleiben, das Wissen die Kunst, bei positiven Irrtümern im Verstande sicher zu sein. Ist intensiv der Verstand geübt, so erhält er seine Kraft auch im Zerstreuten; sofern er an der eigenen geschliffenen Schärfe das Fremde leicht erkennt, deswegen nicht leicht irre wird in ungewissen Situationen.

So tritt Jason, ein Zögling des Centauren, vor den Pelias:

 

ich glaube, die Lehre

Chirons zu haben. Aus der Grotte nämlich komm ich

Bei Charikli und Philyra, wo des

Centauren Mädchen mich ernähret,

Die heilgen; zwanzig Jahre aber hab

Ich zugebracht und nicht ein Werk

Noch Wort, ein schmutziges, jenen

Gesagt, und bin gekommen nach Haus,

Die Herrschaft wiederzubringen meines Vaters.

 


 © textlog.de 2004 • 23.10.2017 22:55:27 •
Seite zuletzt aktualisiert: 29.04.2005 
Abuse Trap
  Home  Impressum  Copyright