Kolloid, Kolloide

Kolloid GRAHAM engl. Chemiker 1805 bis 1869 gr. kolla Leim, -eidês ähnlich, nennt man in der Chemie nicht kristallisierende Körper, die schwer oder gar nicht dialysieren (vgl. Dialyse): durch tierische oder pflanzlische Membranen diffundieren, besonders Stärke, Eiweißkörper. Neben Kolloidstoffen gibt es auch einen Kolloidzustand feinst verteilter Metalle usw.: kolloidale Lösungen. Die Begrenzungsschichten der tierischen Zellen, Plasmahäutchen, ferner Fermente und Antigene sind Kolloide. Sind die in einem Lösungsmittel vorhandenen kleinsten Teilchen noch im Mikroskop sichtbar, so heißen sie Mikronen, kleinere Sub- bzw. A-Mikronen. Die gelösten Kolloide (= Sole) besitzen elektrische Ladung, wandern bei Stromdurchgang zu den Elektroden, scheiden sich bei Erwärmen oder durch Zusatz von Elektrolyten als gallertige Massen (Gele) aus = Koagulation, Ausflockung.


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