Angst, Phobie

Angst althochdeutsches Wort, dessen Wurzel ang auch in eng steckt, nahe verwandt mit lat. angustiae; vgl. auch Angina, Phobie, Angstneurose FREUD, wichtige Erscheinung bei Psychoneurosen, Depressionszuständen usw., von der begründeten Angst des Gesunden durch das Fehlen eines vernünftigen Grundes unterschieden, aber in geistiger und körperlicher Art ihr völlig gleich, bald an bestimmte Vorstellungen gebunden, bald inhaltlos: unbestimmte, unklare Angst. Häufig sind unausgebildete Angstzustände, Angstäquivalente, wobei nur körperliche Zeichen auftreten: Herzklopfen, Atemnot, Schweißausbruch, Zittern, Heißhunger, Durchfall, Erbrechen, Harndrang, Schwindel, Schwächegefühl, Toter Finger usw. FREUD unterscheidet 1. Gemeine Phobie, vor Dingen, die auch normalerweise Angst hervorrufen können, wie Gewitter, Finsternis, auf moralischen Gebiet Gewissensangst, Bedenklichkeit, Pedanterie. 2. Lokomotorische Phobie, nach dem Typus der Agoraphobie, s. d. Vgl. Kairophobie, Erwartungsneurose.


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